Praxisbericht: Wenn Abschiebung droht

Start with a friend e.V.

„Wenn ein negativer Bescheid zugestellt wird, ist es am Wichtigsten nicht zu verzweifeln. Aufgabe des Paten ist es, den Betroffenen zu beruhigen und ihm deutlich zu machen, dass damit noch nichts entschieden ist.

Sehr wichtig ist es, die vorgegebenen Fristen einzuhalten. Ab Datum der Zustellung des Bescheides hat man nun 14 Tage Zeit Widerspruch einzulegen. Daher  sollte man auch immer den Briefumschlag aufbewahren.

Man kann sich an die öffentliche Rechtsauskunft pro Asyl oder die Refugee Law Klinik wenden, um Widerspruch einzulegen und eine Rechtsberatung zu bekommen. Für die Klage beim Verwaltungsgericht, sollte man auf jeden Fall einen Anwalt hinzuziehen. Adressen von Anwälten, die sich auf Asylrecht spezialisiert haben, bekommt man bei den oben genannten Organisationen.

Besonders geschützt sind Auszubildende durch die so genannte 3+2 Regelung: Die Rückführung wird in Fall einer Ausbildungsaufnahme ausgesetzt. Die Auszubildenden erhalten für die dreijährige Zeit ihrer Ausbildung eine Ermessensduldung  und zusätzlich 2 Jahre, wenn der ausbildende Betrieb, den Auszubildenden mit Beendigung der Ausbildung, in seinem Betrieb weiter beschäftigt.

Es gibt also Möglichkeiten, wichtig ist nicht aufzugeben und für sein Recht zu kämpfen.“

 

Andrea de Luna, Patin und ehrenamtliche Mitarbeiterin bei Start with a friend e.V.