Matchingverfahren

In Patenprojekten kann man im Wesentlichen zwei verschiedene Modelle des Matchings beobachten: das inklusive und das exklusive Matchingverfahren.

Exklusives Matching

Das exklusive Matching wird ohne das Beisein von MentorInnen und Mentees vollzogen. Vielmehr entscheidet die Projektkoordination, welcher Pate oder welche Patin am besten zu welchem Mentee passt. Dafür liegen von beiden Seiten Informationen vor, die meist über Fragebögen und ein persönliches Kennenlerngespräch gewonnen wurden. Diese Informationen werden von der Koordination miteinander abgeglichen, um möglichst passende Tandems zu bilden. Nach der Verknüpfung werden die Tandempartner von der Koordination zu einem ersten persönlichen Kennenlerngespräch eingeladen.

Das exklusive Matching betrachtet eine Vielzahl von Kriterien und Informationen und ist daher sehr zeitaufwendig. Die Erfahrungen zeigen aber, dass es sich lohnt, und so eine dauerhafte Beziehung ermöglicht wird.

Inklusives Modell      

Auch bei dem inklusiven Matching liegen der Koordination Informationen zu den PatInnen und Geflüchteten vor. Die KoordinatorInnen prüfen vorab, wer zu wem gut passen könnte. Jedoch stellt dies noch keine endgültige Entscheidung dar. Im Folgenden werden beide Seiten zu einer Gruppenveranstaltung mit vielen anderen potenziellen PatInnen und Geflüchteten eingeladen. Die von der Koordination als passend eingestuften Tandems werden vor Ort gezielt miteinander bekannt gemacht. Beide haben aber die Möglichkeit, sich auch mit anderen GesprächspartnerInnen auszutauschen und auf diese Weise selbst nach TandempartnerInnen zu suchen. Um für eine lockere Gesprächsatmosphäre zu sorgen, werden auf den Veranstaltungen meist Aktivitäten wie Gesellschaftsspiele angeboten.

Bei dem inklusiven Verfahren hängt das Matching stark von der zwischenmenschlichen Sympathie ab. Die Fähigkeiten und Kenntnisse der Teilnehmenden spielen eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist es, dass KoordinatorInnen bei diesem Modell darauf achten, dass auch zurückhaltende Menschen in den Gruppenveranstaltung  zum Zug kommen. Die Gruppentreffen ersparen der Koordination viele Einzeltermine, weshalb das inklusive Matching deutlich weniger planungs- und zeitintensiv ist.