Fallbeispiele zur Selbstreflexion der Rolle als Patin oder Pate

Typ: 
Rollenklärung

Gruppengröße:   
für 6-20 Personen, Arbeit in Kleingruppen

Dauer:           
ca. 30 - 45 min. (abhängig von Gruppengröße)

Material:           
Ausdrucke der Fallbeispiele

Ziel: Anhand von Praxisbeispielen eine Reflexion der Rolle als Patin/Pate anregen und Do’s and Don’ts in der Patenschaft im Projekt ansprechen.

Vorbereitung: Die Gruppe wird in Kleingruppen geteilt. Jeder Person erhält ein ausgedrucktes Fallbeispiel.

Aufgabenstellung: Findet Euch in Kleingruppen zusammen. Lest Euer Fallbeispiel den anderen vor und diskutiert gemeinsam, wie ihr in der Situation entscheiden würdet.

Im Anschluss kommen wir im Plenum zusammen. Bitte tragt hier kurz das Problem und Euren Lösungsansatz vor. 

Fallbeispiele

  1. Du kriegst mit, dass ein anderer Pate im Projekt, seiner Patenfamilie Geld leiht und den Kindern immer wieder Dinge mitbringt, wie einen Fahrradhelm, Inlineskates oder Süßigkeiten. Eine andere Patin fragt Dich, was Du davon hältst. Was antwortest Du ihr?
  2. Du bist sauer: Die Mutter Deiner Patenfamilie hat Dich angerufen und gebeten doch bitte gleich vorbei zukommen, sie bräuchte Deine Hilfe. Da es derzeit viele Probleme in der Familie gibt und der Familienvater im Krankenhaus liegt, bist Du der Bitte sofort gefolgt. Als Du – nachdem Du quer durch die Stadt gefahren bist – bei der Mutter ankommst, bittet sie Dich, ihrem Mann Essen ins Krankenhaus zu bringen. Da sie gerade einen kleinen Säugling und die großen Kinder hat, kann sie nicht weg. Du bist enttäuscht und sauer, lässt Dir aber nichts anmerken und bringt das Essen vorbei. Wie gehst Du anschließend mit der Situation um?
  3. Auf einem Patentreffen bekommst Du einen Dialog zwischen einem Tandem mit und der Mentor redet ziemlich auf den Mentee ein, der immer peinlich berührt zur Seite schaut. Das Verhalten gefällt Dir nicht. Wie gehst Du damit um?
  4. Du bist ratlos: Seit Wochen ist Dein Mentee nicht mehr zu bewegen, die Unterkunft zu verlassen und hat wichtige Termine verpasst. Auch Du wurdest mehrmals versetzt. Wie gehst Du damit um?
  5. Eine andere Patin erzählt Dir, dass sie nach einem sexuellen Übergriff in einem Flüchtlingsheim gegenüber dem jüngsten Mädchen der Familie angeboten hatte, bei ihr für kurze Zeit zu wohnen. Nun sei ihr das etwas viel geworden und das Mädchen sei auch wieder im Wohnheim, das Mädchen dusche aber nun immer noch bei, was sie ihr auch weiter anbieten will. Trotzdem merkt sie, dass es nun langsam etwas zuviel für sie wird. Was rätst Du ihr?