Patin Pia & Pate Peter

Typ: 
Rollenklärung und Selbstfürsorge im Ehrenamt

Gruppengröße:   
für 6-20 Personen, Arbeit in Kleingruppen

Dauer: 
ca. 20-45 min

Material:           
Ausdrucke der Plakate bzw. Abmalen auf Flipchart

Ziel: Die Motive für die Übernahme einer Patenschaft reflektieren und zur Selbstfürsorge im Ehrenamt anregen.

Aufgabenstellung:

Unterschiedliche Motivationen führen bei Pate Peter und Patin Pia dazu, dass sie sich für Geflüchtete engagieren. Verschiedene Stimmen in ihnen (die so genannten „inneren Teammitglieder“) sind dafür ausschlaggebend, z.B. das politisch Engagierte Teammitglied von Peter oder das Teammitglied von Pia, das den interkulturellen Kontakt mit den Geflüchteten reizvoll findet. 

In beiden Teams gibt es aber auch Mitglieder, die selbstfürsorgliche Aufgaben für ihr „Oberhaupt“ übernehmen und darauf achten, dass ihre anderen Aufgaben, Interessen und Familien und Freunde nicht zu kurz kommen.

1) Schauen Sie sich Pia und Peter genau an und tauschen Sie sich zu zweit aus: Kommen Ihnen manche Teammitglieder bekannt vor? Oder geben bei Ihnen andere den Ton an, wenn sie sich mit der Frage auseinandersetzen „Wie stark gehe ich in mein Ehrenamt rein“?

 

 

 

 

2) Wie sieht ihr Inneres Team zu der Frage aus „Wer meiner Teammitglieder motiviert mich für mein Engagement als Pate und wer sorgt in mir dafür, dass ich meine Grenzen dabei nicht überschreite?“. Zeichnen Sie es auf und tauschen sie sich dazu zu zweit aus. Folgende Fragen können helfen, Teammitglieder zu finden:

  • Welches Teammitglied meldet sich zuerst / gibt den Ton an?
  • Welches Teammitglied ist immer da?
  • Welches Teammitglied steht eher am Rand?

Achtung: Achten Sie in der Moderation darauf, dass sich alle Teilnehmenden in der Übung wohl fühlen. Sollten Teilnehmende Wiederstand verspüren, sich mit inneren Anteilen zu befassen, drängen sie sie nicht dies zu tun. Die Arbeit mit inneren Anteilen kann in Einzelfällen sehr tiefend wirken und auch unliebsame Teammitglieder aufrufen. In dieser Übung sollte keine psychologische „Tiefung“ vorgenommen, sondern eher der Fokus auf die stärkenden Teammitglieder gelegt werden.

Literaturhinweis:

Friedemann von Schulz von Thun: Miteinander Reden 3.  Das „Innere Team” und situationsgerechte Kommunikation (1998, 25. Auflage)

www.inneres-team.de (Seite von Friedemann von Schulz von Thun)