Auswahl der Geflüchteten

Variante 1: Über Wohnunterkunftsträger, Schulen oder Vormünder

SozialarbeiterInnen, Vormünder oder LehrerInnen sprechen einzelne Geflüchtete direkt auf eine Patenschaft an.

Vorteil:

  • Personal kennt die Geflüchteten persönlich und kann den Bedarf besser einschätzen
  • Inhaltliche Vorbereitung der Geflüchteten über Mittler

Nachteil:

  • Kriterien und Verfahren der Vorauswahl sind zum Teil unklar oder persönlich geprägt, dies kann zu einer sympathiegeleiteten Auswahl führen

Voraussetzungen für Zusammenarbeit:

  • Einrichtungsleitung müssen das Projekt unterstützen
  • SozialarbeiterInnen/LehrerInnen/Vormünder müssen die Projektziele und Rahmen­bedingungen gut kennen und vermitteln können.
  • Regelmäßiger persönlicher Austausch zwischen Projektleitung und Sozialarbeiter/Lehrer

Variante 2: Über das Patenprojekt direkt

Wenn  Patenprojekte vor Ort an die Wohnunterkünfte angegliedert sind stehen die ProjektmitarbeiterInnen meist im direkten Kontakt mit den Geflüchteten. Die Verfahren zur Auswahl sind unterschiedlich:

  • Formlose Anmeldung per Email oder Telefon
  • Per Anmeldebogen oder Online-Formular, in dem die Geflüchteten Informationen zu ihrer Person, Kontakt- und Sprachmöglichkeiten und Wünsche an die Patenschaft formulieren.
  • Im Rahmen eines Informationsabend, auf dem das Projekt vorgestellt wird und Anmeldebögen ausliegen und/oder gemeinsam ausgefüllt werden
  • Durch Face-to - Face- Einzelgespräche zwischen Geflüchtetem und ProjektmitarbeiterInnen

Wichtig bei dem Auswahlprozedere ist es, die persönlichen Daten zu schützen. Informationen zum Thema Datenschutz finden Sie im Kapitel Projektmanagement.