Qualitätssicherung & Evaluation

Die Qualitätssicherung im Projekt ist eine der Hauptaufgaben der Koordination. Aber woher weiß man, ob die Projektziele erreicht werden?
Nicht alle Projekte können sich eine aufwendige Evaluation leisten und müssen dies auch nicht. Die organisatorischen und methodischen Rahmenbedingungen für qualitativ erfolgreiche Patenprojekte sind bereits beschrieben und erforscht (s. 3. Methodik & gute Praxis): Einen Projektaufbau anhand dieser Ergebnisse umzusetzen, bildet daher bereits die wichtigste Grundlage für die Qualitätssicherung. (Weitere Fachliteratur finden Sie unter 1. Wirkung von Patenprojekten)

Mithilfe folgender praxiserprobter Maßnahmen lassen sich in der Regel bereits ohne eine externe Evaluation hilfreiche Rückschlüsse zur Projektweiterentwicklung ziehen: Sammlung von Maßnahmen zur Qualitätssicherung.

In der Publikation "Qualitätssicherung in Patenschafts- und Mentoringprojekten" des Bundesprogramms "Aktion zusammen wachsen" sind zu den verschiedenen Aufgabenfeldern der Projektkoordination aufeinander aufbauende Qualitätskriterien definiert. Anhand der dreistufigen Qualitätskriterien lassen sich leicht, im Rahmen einer Selbstüberprüfung, projektinterne Entwicklungspotenziale ableiten.  

Das Hamburger Konzept zum Qualitätsmanagement in Mentoringprojekten des Mentor.Ring Hamburg e.V. bietet ebenfalls ein hilfreiches Tool für die Selbsteinschätzung des eigenen Projekts. Mithilfe einer einfachen Checkliste wird man hier durch alle relevanten Projektbereiche geführt und erhält so einen vollständigen Überblick.

Einige der Patenprojekte arbeiten außerdem mit dem Ansatz der Wirkungsorientierung. Dieser von der Zielsetzung ausgehende Ansatz kann zur Klärung beitragen, inwiefern das eigene Projekt mit seinen Beiträgen, Angeboten und Leistungen zu den angestrebten Wirkungen bei der Zielgruppe sowie in der Gesellschaft allgemein beitragen kann. Hilfreiches Material dazu bietet das Kursbuch Wirkung , dass nun auch in einer Online Fassung unter www.wirkung-lernen.de Online zu finden ist.

 

  • Orientierung des Projektaufbaus an den Standards von Patenprojekten (s. 3 Methodik und Gute Praxis)
  • Fachaustausch mit anderen KoordinatorInnen
  • punktuelles Feedback (telefonisch oder direkt) von Ehrenamtlichen und Geflüchteten in Gesprächen mit der Tandembegleitung / Projektkoordination
  • Auswertungsbögen bei Veranstaltungen
  • Standarisiertes Feedback der Projektteilnehmenden nach der Kennenlernphase, nach einem halben Jahr, Jahr, etc. über Fragebögen oder (Telefon-)Gespräche
  • Feedbackgespräche nach Abschluss der Patenschaft (s. auch 3.6.4), Dokumentation und Auswertung